Der Hässliche

Gesellschaftssatire von Marius von Mayenburg

Der clevere Ingenieur Lette darf seine neueste Erfindung nicht auf der Messe vorstellen, weil ihm das passende Gesicht dazu fehlt. Lette ist schließlich häss­lich und sein Chef findet es geschäftsschädigend, ein solch lukratives Produkt von ihm verkaufen zu lassen. Zur Präsentation darf deshalb der unbeliebte, aber gutaussehende Kollege, der dort an Lettes Stelle die Lorbeeren erntet. Lettes Frau gibt unter Druck zu, dass sein Gesicht schon immer „katastrophal“ gewesen sei, sie ihn aber trotzdem liebe. Er greift zur Schönheitschirurgie, und diese Maßnahme klappt so gut, dass er nun zum männlichen Sexsymbol und entsprechend vermarktet wird.

Die Selbstoptimierung und ihr Preis – das ist bei aller Kritik an der heutigen ­Lebens- und Arbeitswelt ein unterhaltsames Thema.

Landestheater Detmold